Automatische Lebend-Insektenfalle

Häbler, J.; Rochlitzer, R.; Huth, M.

Kooperationsprojekt

Im ZIM-Projekt „Entwicklung eines vollautomatischen, lichtbasierten Monitoringsystems zur Maiszünslerbekämpfung (MoMa)“ wurden nach langen Versuchsreihen Methoden gefunden, lichtorientierte Insekten praktisch verlustfrei in einer Falle zu fangen, automatisch zu fotografieren, kurz zu sammeln und anschließend wieder frei zu lassen. Mittels einer Insektenbestimmungssoftware lassen sich so ca. 75 % der Fänge bestimmen, die über der Erkennungsschwelle von ca. 1,5 cm Größe liegen. Abgesehen von Akkuwechsel und Kontrollen erfordern die Fallen keine Bedienung, sondern senden Fotos jedes einzelnen gefangenen Insekts an einen Server, auf dem sie automatisch ausgewertet werden. Die Fallen ließen sich bei entsprechender Weiterentwicklung und Aufstellungsdichte für ein generelles Monitoring von Insekten verwenden. Dieses könnte zukünftig eine Schlüsseltechnologie zur Aufklärung der Ursachen des Insektensterbens sein.

Auf die entwickelte Anordnung zur kontrollierten Führung lebender Insekten wurde ein Schutzrecht angemeldet.

Partner

Während das IASP Berlin die Entwicklung koordiniert und die Schlüsselmethoden erforscht hat, übernimmt die ESYS GmbH die Entwicklung von Hard- und Software der Fallen- und Servertechnik.
Die BlueMethano GmbH hat die Fallen mechanisch entwickelt. Die AMW Nützlinge GmbH stellt Maiszünsler für die Versuche zur Verfügung.
Das JKI Kleinmachnow und die AMW Nützlinge GmbH setzen Fallen in der Praxis ein und referenzieren die Ergebnisse.

Weiterentwicklung

Die Fallentechnologie ist überzeugend und funktioniert hervorragend. Allerdings gibt es bei den Kriterien Robustheit, Wetterfähigkeit und Schutz gegen Fehlbedienungen noch Entwicklungsbedarf. Wir planen, diese Aufgaben in einem Folgeprojekt zu lösen, die Fallen serienfähig zu machen und vorerst in Kleinserie an den Markt zu bringen.

Wenn Sie einen Kooperationsvorschlag haben oder sich beteiligen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Ansprechpartner am IASP: Jan Häbler, Tel. 030-2093-6057, jan.haebler@iasp.hu-berlin.de