🌍 Stickstoffeinträge bedrohen Artenvielfalt

Heute endet in Jerewan (Armenien) die UN-Biodiversitätskonferenz COP17. Ein erklärtes Ziel der Teilnehmenden ist es, überschüssige Nährstoffverluste in die Umwelt bis 2030 mindestens zu halbieren, da sie die Artenvielfalt weltweit reduzieren. Das geschieht z. B. über Stickstoffausträge aus der Düngung in die Umwelt in Form von Ammoniak- und Lachgasemissionen sowie Nitratauswaschung. Fast die Hälfte der Farn- und Blütenpflanzen der Roten Liste in Deutschland ist durch Stickstoffeinträge gefährdet (UBA, 2026).

Diese Herausforderung ist der Ansatzpunkt für unser aktuelles Forschungsprojekt „Gasertragssteigerung und Emissionsminderung bei der Wirtschaftsdüngervergärung durch zwei Innovationsbausteine (GEWINN). Gemeinsam mit Soepenberg, Pondus, und dem KWB arbeiten wir daran, Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen so zu vergären, dass Ammonium zurückgewonnen wird und die Düngung durch Struvitbildung effizienter wird. Auf unserer Versuchsstation untersuchen wir in Gefäßversuchen die Emissionswirkung der gewonnenen Gärreste. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. Ein Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt wird überall dort geleistet, wo Stickstoff im Kreislauf bleibt und eine Überdüngung von Lebensräumen vermieden wird.

GEWINN wird im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMELH), Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).